Expomedia 'Light Cube'

Saarterassen
Saarbrücken

Städtebauliche Überlegungen

Thema ist der Transformationsprozess, dem die Stadt gegenwärtig unterliegt. Damit stellt sich wieder die Frage, ob Architektur überhaupt noch Zusammenhänge herstellen bzw. sozialen Sinn stiften kann. Der Ort, um den es hier geht, ist in Veränderung: Ein ehemaliges Stahlwerk die "Burbacher Hütte" - Grenzgebiet zwischen bestehenden Stadtstrukturen, dem noch bestehenden Industriekomplex, wird als Zone potentieller Veränderung verstanden. Das Projekt Expomedia soll die Entwicklung des Ortes signalhaft beginnen und weiter beeinflussen. Mit der Wahl des Standortes wird ein strategischer Punkt besetzt - CROSSING POINT - auf den sich die folgenden Projekte ausrichten sollen.

Nutzung

Das Gebäude bietet Raum für geschossweise teilbare Büronutzung mit zwei Mietungen pro Geschoss in einhüftiger Büroorganisation. Das sechste Obergeschoss stellt eine Sonderform dar.

Prinzipien der Gestaltung

Die Erfindung einer Licht-Struktur, sowie eines Steuerungprogrammes. Nicht die Figur des Würfels, sondern die Verwandlung seiner Erscheinungsform im Spiel des Lichts - dies ist unsere Erfindung, vermittelnd zwischen der Realität der gebauten Form und der Immaterialität des Lichts. Die Medienfassade ermöglicht mittels eines Rechnerprogrammes die Darstellung von abstrakt- sowie konkret künstlerischer Visualisierung von Aktivitäten und Informationen. Ein in zwei Ebenen hintereinander angeordnetes, verschiedenartig leuchtendes Röhrensystem bildet ein räumliches Gitternetz, das sich über alle vier Seiten des Kubus legt. Die Röhren können einzeln oder zusammen, in einer Reihe oder in Abfolge gestartet werden. Sie symbolisieren auf abstrakter Ebene Informationen, Bewegungen und Zustände. Im Gegensatz zu der Leuchtfassade steht das Media-Board auf der Fassade. Es ermöglicht die Ergänzungen oder auch die Konfrontation der abstrakten Bilder mit der Abildung der Wirklichkeit. Das Media-Board vervollständigt das Spannungsfeld im Sinne von analoger und digitaler Welt. Wir verstehen das Ganze als Experiment zwischen konventioneller Architektur und Medienereignis.

Fotonachweis Prof. Rüdiger Kramm, Prof. Dieter Leistner

Projektdaten

Bauherr GIU Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung, Saarbrücken
Architekten Kramm + Strigl
Projektarchitekt Prof. Rüdiger Kramm
Baujahr 2000
Leistungsphasen HOAI 1-9  (LPH 8 mit Dipl.-Ing. B. Noll)
BGF 3.184 m²
Standort Heinrich-Barth-Strasse, Saarterrassen 66115 Saarbrücken
Arheilger Straße 46
D 64289 Darmstadt
T +49 (0) 6151 97 52 0
F +49 (0) 6151 97 52 80

info@kramm-strigl.de
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